Umziehen nach Basel

Ein Einreise oder ein Wohnortwechsel verursacht administrativen Aufwand: Die Einreisebedingungen wollen beachtet sein und gültige Dokumente müssen vorgewiesen werden, um sich am neuen Wohnort anzumelden. Es gilt, eine geeignete Unterkunft zu finden, den Hausrat, das eigene Fahrzeug oder ein Haustier einzuführen, für die Kinder eine passende Schule auszuwählen und eine Arbeitsbewilligung für Familienmitglieder zu erhalten. Ein Umzug wirft viele Fragen auf, auf die Sie hier erste Antworten bekommen – und weiterführende Links dazu.

Auch der Alltag an einem neuen Wohnort gerät schnell zu einem Hindernislauf. Unzählige Dinge sind zu erledigen, Fristen einzuhalten, Formulare auszufüllen, Amtsstellen aufzusuchen. Der Kanton Basel-Stadt verfügt über eine moderne Verwaltung, die einen unkomplizierten Umgang mit den Einwohnerinnen und Einwohnern pflegt. Die zentrale Einrichtung für diesen Kontakt ist das Kundenzentrum des Einwohneramtes mit einem breiten Dienstleistungsangebot. Zudem begrüsst der Kanton Basel-Stadt Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger mit einer informativen Broschüre.

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Anmeldung und Administratives

Ein Umzug mit Jobwechsel wirft zunächst viele administrative Fragen auf. Wir wollen Ihnen die wichtigsten gleich beantworten:

Nach der Einreise muss sich eine neu zugezogene Person innert 14 Tagen mit Pass, einem Passfoto (Nicht-EU/EFTA-Bürger benötigen kein Foto) und Einreisebewilligung/Visum beim Bereich Bevölkerungsdienste und Migration melden. Zugleich wird allen Ausländerinnen und Ausländern auch die Anmeldung beim eigenen Konsulat empfohlen. Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger begrüsst der Kanton Basel-Stadt mit einer informativen Broschüre und mit Stadtrundgängen; gewisse Quartiere führen spezielle Begrüssungsapéros durch.

Adressänderung

Ein Wohnortwechsel muss ebenfalls innert 14 Tagen beim Einwohneramt Basel-Stadt gemeldet werden. Steht ein Kantonswechsel bevor, ist nebst der Abmeldung beim Einwohneramt Basel-Stadt zusätzlich die Anmeldung in der neuen Wohngemeinde notwendig.

Aufenthaltsbewilligung

Nach erfolgter Einreise in die Schweiz und Anmeldung beim Einwohneramt Basel-Stadt innert 14 Tagen erhalten die Arbeitnehmenden in der Regel eine Aufenthaltsbewilligung B/L (Ausländerausweis). Für Bürgerinnen und Bürger von EU/EFTA-Ländern mit Arbeitsverträgen, die ein Jahr übersteigen oder unbefristet sind, wird die Aufenthaltsbewilligung B alle 5 Jahre erneuert. Für alle anderen muss diese Bewilligung jährlich erneuert werden. Es werden auch Aufenthaltsbewilligungen mit anderen Laufzeiten ausgestellt.

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Einreise und Einfuhr

Einreise

Über die Einreisebedingungen mit Visum, Pass oder Identitätskarte sowie über die Gültigkeit der Papiere erteilt das zuständige Schweizer Konsulat oder die Schweizer Botschaft vor Ort gerne Auskunft. Für längere Aufenthalte ist das Mitführen der wichtigsten Originaldokumente wie Geburts- und Eheschein, Versicherungspolicen, Arbeits- und Schulzeugnisse, ärztliche Rezepte, Einreisebewilligung, etc. auf jeden Fall empfehlenswert.

Die Einreise für Bürgerinnen und Bürger aus EU/EFTA-Ländern ist mittels gültiger Identitätskarte möglich. Für die Einreise aus allen übrigen Ländern ist ein gültiger Reisepass notwendig. Touristenvisa oder Visa für die Einreise zur Erwerbstätigkeit werden durch die Schweizer Konsulate, teils in Absprache mit den Kantonsbehörden, erteilt.

Die Schweiz ist dem Schengen-Abkommen beigetreten, das die Grenzkontrollen innerhalb der Mitgliedstaaten in Europa aufhebt. Für Bürgerinnen und Bürger aller übrigen Staaten gelten die üblichen Formalitäten.

Einfuhr des Hausrats

Wer aus dem Ausland nach Basel zieht, kann den gesamten Hausrat entweder per Luftfracht via EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg oder per LKW via grössere Zollübergänge einführen. Bedingung dafür ist für Drittstaatangehörige eine gültige Einreisebewilligung. EU/EFTA-Bürgerinnen und Bürger weisen die Wohnsitzverlegung mit anderen Mitteln nach (Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Abmeldebestätigung im Abgangsland). Bei grösseren Transporten ist eine Voranmeldung empfehlenswert. Die Öffnungszeiten der grösseren Zollübergänge sind in der Regel 07.00 - 17.30 Uhr. Alle gebrauchten Gegenstände können prinzipiell zollfrei eingeführt werden. Mitzunehmen sind möglichst alle persönlichen Papiere wie die Abmeldung im Herkunftsland, die Einreisebewilligung, allenfalls bereits unterzeichnete Mietverträge in der Schweiz und eine Liste der einzuführenden Gegenstände.

Einfuhr des eigenen Fahrzeugs

Wer sein eigenes Auto in die Schweiz mitbringt, hat dieses am Zoll zu deklarieren (bei älteren oder eher exotischen Fahrzeugen sollte eine mögliche Zulassung in der Schweiz prinzipiell vor der Abreise abgeklärt werden, da allenfalls sehr teure Umbauten notwendig werden könnten). Ist das Auto weniger als sechs Monate alt, ist es zu verzollen. Sämtliche Wagenpapiere und Versicherungsdokumente sollten immer im Auto sowie der Fahrausweis vom Fahrer/von der Fahrerin mitgeführt werden. Das Auto kann umgehend nach der Einfuhr in die Schweiz bei der Motorfahrzeugkontrolle zur Prüfung angemeldet oder aber längstens während eines Jahres mit ausländischem Kennzeichen und ausländischen Ausweisen gefahren werden. Vor Ablauf dieser Frist erfolgt automatisch das Aufgebot zur Prüfung bei der Motorfahrzeugkontrolle. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Einfuhr problematischer Güter und Tiere

Für die Einfuhr problematischer Güter wie zum Beispiel exotischer Pflanzen bestehen spezielle Vorschriften. Spezielle Merkblätter sind bei der Eidgenössischen Zollverwaltung erhältlich. Zur Einfuhr von Haustieren gibt das Veterinäramt Auskunft.

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Familiennachzug / Partner

Ein neues Leben anfangen

Wer in ein anderes Land zieht, ist in einer besonderen Situation: Der Partner oder die Partnerin macht den Umzug vielleicht nur notgedrungen mit, muss den eigenen Job aufgeben, findet nicht gleich eine Stelle am neuen Ort und fühlt sich unterfordert. Die Kinder müssen sich in einem komplett neuen Umfeld und vielleicht in einer neuen Sprache zurechtfinden. Die grossen internationalen Firmen tragen diesem Umstand Rechnung und laden die Partnerinnen und Partner neuer Mitarbeitenden zu einem Willkommensanlass ein. Die internationale Gemeinschaft in Basel ist gross und gut organisiert. Es gibt Anlaufstellen und Beratung für Menschen, die neu in Basel sind.

Arbeitsbewilligung für Familienmitglieder

Für den Familiennachzug muss beim Migrationsamt Basel-Stadt frühzeitig vor der Einreise ein Gesuch gestellt werden. Den Familienmitgliedern wird in der Regel ebenfalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Das Einreisen zwecks Vorbereitungen einer Heirat kann ebenfalls bewilligt werden; in dieser Zeit ist allerdings keine Erwerbstätigkeit erlaubt. Ein Partnernachzug für Zuziehende aus EU/EFTA-Ländern ist möglich, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Ein Partnernachzug ohne Heirat ist für Zuziehende aus Nicht-EU/EFTA-Ländern hingegen grundsätzlich nicht möglich. In einem solchen Fall müsste auch der Partner oder die Partnerin eine Arbeitsstelle finden und die arbeitsmarktlichen Bedingungen erfüllen.

Ehegatten und Kinder von Schweizerinnen und Schweizern sowie von Personen mit einer Niederlassungsbewilligung oder Aufenthaltsbewilligung, die im Rahmen des Familiennachzugs eingereist sind, können eine selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit ohne zusätzliches Bewilligungsverfahren in der ganzen Schweiz ausüben.

Nützlicher Link:


•www.spousecareercentre.com

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Integration

Der Wohn- und Wirtschaftsstandort Basel-Stadt ist geprägt durch Internationalität und Zuwanderung. Menschen aus über 160 Nationen wohnen und arbeiten hier, fast jede zweite Heirat ist binational. Die Zugezogenen und Einheimischen sollen sich in dieser urbanen Vielfalt wohlfühlen und zu Erfolg kommen. Deshalb betreibt Basel-Stadt eine aktive Integrations- und Antidiskriminierungspolitik, welche alle Aspekte des Lebens umfasst.

In Basel steht Zugezogenen ein umfassendes Netz an Angeboten von Beratungs- und Anlaufstellen zur Verfügung. Dabei gilt als Grundvoraussetzung, dass in Basel-Stadt alle Menschen willkommen sind, die sich hier in Respekt vor Verfassung und Demokratie für den persönlichen Erfolg und die gemeinsame Weiterentwicklung des Kantons engagieren wollen.

Im Integrationsgesetz, das seit 1. Januar 2008 in Kraft ist, verpflichtet sich der Kanton dazu, Zugezogene in ihren Bemühungen der Integration zu unterstützen. Er zeigt sich verantwortlich, günstige Rahmenbedingungen für die Teilhabe aller am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in Basel zu schaffen. Zu den vielfältigen Angeboten gehört zum Beispiel die Veranstaltungsreihe «Willkommen in Basel», die für alle Neuzuziehenden mehrmals im Jahr angeboten wird. Dort informieren Fachleute an einem Abend über die wichtigsten Themen des Alltags wie Aufenthaltsstatus, Arbeitsrecht und Bildungssystem.

Ein wesentlicher Faktor für die Integration ist die Sprache. Ein breites Angebot an Sprach- und Integrationskursen steht im Kanton bereit, sodass alle Interessierte ein passendes Lernangebot finden können

Weitere Informationen:

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Stadtrundgänge für Neuzuzüger

Seit 2011 wird ein Stadtrundgang für Neuzuzüger angeboten, welcher wertvolle Tipps für den Alltag in Basel vermittelt.

Nebst Einführungen zu essentiellen Themen wie Verkehr, Post und Gesundheitswesen werden auch Tips zu Shopping, Kultureinrichtungen und Freizeitprogramm gegeben. Der Rundgang dauert zweieinhalb Stunden.

Der Rundgang führt zunächst an der Tourist Information vorbei, eine zentrale Anlaufstelle für Kultur- und Freizeitplanung in Basel und Umgebung. Die weiteren Stationen sind der Bahnhof SBB/SNCF, Shopping in der Freien Strasse, der Tingelybrunnen und das Theater Basel, die Steinenvorstadt, Barfüsserplatz, das Kundenzentrum des öffentlichen Verkehrs, die Weisse Gasse 20 mit ihren staatlichen und privaten Vermittlungsstellen von Kindertagesheimen, die Post, der Petersgraben mit der Notfallapotheke und dem Universitätsspital und natürlich das Rathaus als Herzstück des Kantons Basel-Stadt.

Die Stadtrundgänge sind ein gemeinsames Projekt von den Abteilungen Aussenbeziehungen und Standortmarketing und Kantons- und Stadtentwicklung des Präsidialdepartements des Kantons Basel-Stadt und Basel Tourismus. Sie werden auch an den Welcome-Aktionen für Neuzuzüger vorgestellt.


Anmeldung bei Basel Tourismus unter Telefon +41 61 268 68 68 oder E-Mail: info@basel.com

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