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Mehr als die Hälfte der Baslerinnen und Basler fährt mit dem Velo zur Arbeit

Medienmitteilung

Bau- und Verkehrsdepartement

Eine Studie im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität zeigt: Eine Mehrheit der Bevölkerung nutzt bevorzugt das Velo oder den öffentlichen Verkehr in der Stadt Basel. Und sie unterstützt Investitionen in Grünflächen, Velowege und lebenswerte Stadträume. Besonders Superblocks, also verkehrsberuhigte Quartierstrassen, finden zunehmend Anklang.

Basel ist im Arbeitsalltag eine «Velostadt»: Das bestätigt die gfs-Studie «Mobilität in Schweizer Städten», die für 17 teilnehmende Städte und städtische Gemeinden erarbeitet worden ist. Wie schon bei der letzten Befragung im Jahr 2018 zeigt sich, dass die Baslerinnen und Basler im Vergleich zu anderen Schweizer Grossstädten häufiger das Velo als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg nutzen. 55 Prozent der Befragten fahren mit dem Velo zur Arbeit, was 9 Prozentpunkte über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte liegt. Der öffentliche Verkehr dient im Vergleich zum Durchschnitt deutlich weniger oft als Fortbewegungsmittel (47 Prozent, minus 13 Prozentpunkte im Vergleich zum Durchschnitt). Auch zu Fuss wird der Arbeitsweg weniger oft als der Durchschnitt bestritten (40 Prozent, minus 4 Prozentpunkte). 
 

Die umweltfreundlichen Verkehrsmittel dominieren in Basel aber klar auf dem Arbeitsweg: Lediglich 18 Prozent der Baslerinnen und Basler fahren mit dem Auto zur Arbeitsstelle. Die hohe Nutzung von Velos zeigt sich auch im Besitz: 65 Prozent der Haushalte verfügen über ein Velo, während 48 Prozent ein Auto mit Verbrennungsantrieb besitzen. In der Freizeit zeigen sich hingegen leicht andere Zahlen: Hier gewinnt der Fussverkehr für Baslerinnen und Basler an Bedeutung (65 Prozent), während das Auto auch hier mit 26 Prozent eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. 
 

Die Bevölkerungsbefragung zeigt auch: Eine Mehrheit der Basler Bevölkerung wünscht Investitionsschwerpunkte in mehr Grünflächen, ein Ausbau der Veloinfrastruktur und die Schaffung lebenswerter Stadträume. Auch die Förderung von autofreien Zonen, wie sie beispielsweise Superblocks darstellen können, hat an Bedeutung gewonnen: 36 Prozent sind bereit, dafür mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen (+5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018). Eine Mehrheit von 62 Prozent der Baslerinnen und Basler unterstützt die Idee eines Superblocks in ausgewählten Quartieren.
 

Die allgemeine Zufriedenheit mit der Verkehrssituation in Basel ist mit 67 Prozent vergleichsweise hoch. Sie nimmt jedoch während der Hauptverkehrszeiten deutlich ab und sinkt auf 41 Prozent. Dies gilt sowohl für die Autofahrenden als auch für die Velofahrenden und die Benutzenden des öffentlichen Verkehrs. Besonders belastet fühlen sich Autofahrerinnen und Autofahrer, von denen 65 Prozent mit der Verkehrssituation zu Stosszeiten unzufrieden sind – deutlich mehr als Velonutzende (53 Prozent) oder ÖV-Fahrende (50 Prozent). Als grösste Belastung wird der Parkplatzmangel (50 Prozent) empfunden, gefolgt von Verkehrsbehinderungen (49 Prozent) und fehlenden Grünflächen (42 Prozent), die alle drei in Basel häufiger als in anderen Grossstädten als problematisch wahrgenommen werden. 
 

Tiefe Geschwindigkeiten im Stadtverkehr stossen auf grosse Zustimmung: 78 Prozent respektive 75 Prozent der befragten Baslerinnen und Basler, die an Strassen mit Tempo 30 oder an einer Begegnungszone (Tempo 20) wohnen, erachten die geltende Geschwindigkeit als gerade richtig. 
 

Zentrale Themen der Studie «Mobilität in Schweizer Städten» Befragung durch das Forschungsinstitut gfs.bern sind Besitz und Nutzung von Verkehrsmitteln, Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, verkehrspolitische Massnahmen, Shared Mobility und Ausgaben für Verkehr und Mobilität. Insgesamt wurden 15'372 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren befragt. Teilgenommen haben die Kernstädte Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. In den städtespezifischen Auswertungen sind zudem Daten aus den Agglomerationsgemeinden Muri b. Bern, Köniz, Ebikon, Horw, Seuzach, Baar und Cham berücksichtigt.

Hinweise

Weitere Auskünfte

Kathrin Grotrian

Projektleiterin Mobilitätsstrategie

Bau- und Verkehrsdepartement

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