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Eindämmung von invasiven Neobiota

News

Für das Kantonale Laboratorium stand im vergangenen Jahr bei seiner Kontroll- und Koordinationsaufgabe von invasiven Neobiota vor allem die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse im Vordergrund. Im weiteren Rahmen des Vollzugs der Freisetzungsverordnung wurde die Ausbreitung von Plattwürmen und von gentechnisch verändertem Raps kontrolliert

Der Kanton Basel-Stadt ist von verschiedenen invasiven, gebietsfremden Arten betroffen. Diese Organismen können sich aggressiv ausbreiten und ökologische, ökonomische und gesundheitliche Schäden verursachen. Das Kantonale Laboratorium ist im Rahmen des kantonalen Massnahmenplans Neobiota für die Koordination der Massnahmen gegen invasive Neobiota im Kanton Basel-Stadt zuständig und führt Kontrollen zur Einhaltung von Umgangs- und Verkaufsverboten, Informationspflicht und Bewilligungspflicht durch.

2022 wurde bei drei Betrieben Plattwürmer nachgewiesen. Mit den Betrieben wurden Massnahmen gegen die Ausbreitung von Plattwürmern vereinbart. Bei zwei dieser Betriebe konnten 2024 keine Plattwürmer mehr festgestellt werden. Beim dritten Betrieb hat sich die Anzahl der gefundenen Plattwürmer durch die ergriffenen Massnahmen stark verringert. Zudem wurde die Verschleppung durch zusätzliche Kontrollen der zum Verkauf angebotenen Pflanzen verhindert. Die Massnahmen müssen 2025 weitergeführt werden.

Die Asiatische Hornisse hat sich aus der Westschweiz bis in die Nordwestschweiz ausgebreitet. In Basel wurden 2023 erstmals drei Nester entdeckt und entfernt. Für die Suche nach Nestern dieser invasiven Art spannen die Nordwestschweizer Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn seit 2023 eng zusammen. Zudem wurde die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt und dem Bienenzüchterverband beider Basel (BZVBB) intensiviert. Durch eine Leistungsvereinbarung wurde der BZVBB mit der Bearbeitung der Meldungen und der Nestsuche in beiden Kantonen beauftragt. Insgesamt gingen rund 230 bestätigte Meldungen für den Kanton Basel-Stadt über die Meldeplattform www.asiatischehornisse.ch ein, welche durch den BZVBB bearbeitet wurden. Neben vielen Beobachtungen von Asiatischen Hornissen wurden in Basel-Stadt total 22 Nester gemeldet (insgesamt 57 Nester in BL und BS). Diese Nester wurden in der Folge durch professionelle Schädlingsbekämpfer im Auftrag des Kantons entfernt. Es muss in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Zunahme der Asiatischen Hornisse in der Region gerechnet werden.

Im Jahr 2012 wurden auf den Arealen des Hafens Kleinhüningen und des Bahnhofs St. Johann gentechnisch veränderte Rapspflanzen (GV-Raps) entdeckt. Wie sich in späteren Jahren herausstellte, stammt der GV-Raps aus Verunreinigungen in Getreideladungen aus Nordamerika. Auch wenn die Arealbetreiber nicht mit GV-Raps umgehen, sind sie nach dem Umweltschutzgesetz verpflichtet, Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von GV-Raps zu ergreifen. 2024 wurden im Hafenareal zwei Kontrollen (Frühling und Herbst) und im Bahnhof St. Johann eine Kontrolle im Frühling durchgeführt. Im Bahnhof St. Johann konnte wie schon bereits seit Herbst 2015 kein GV-Raps mehr nachgewiesen werden. Diese Kontrollen werden daher eingestellt. Auch wenn im Hafen Kleinhüningen der Bestand auf niedrigem Niveau stagniert, müssen die Kontrollen weitergeführt werden.

Hinweis: Siehe auch heutige separate Medienmitteilung zur Asiatischen Hornisse
 

Weitere Auskünfte

Kantonales Laboratorium

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4056 Basel

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